Knieschmerzen
 
Knorpelverletzung im Kniegelenk
 
Rheuma und Arthroseschmerz
 
Osteoporose
 

Wenn jede Bewegung schmerzt...
Die wichtigste Information zuerst: fast alle Nebenwirkungen, welche auftreten können, werden auch sofort sichtbar und spürbar. Die Übersäuerung des Magens und die Bildung von Magengeschwüren stellt die häufigste und wichtigste Nebenwirkung dar, die in der Regel dann auch zum Abbruch der Behandlung führt. Weitere wichtige Nebenwirkung sind Bluthochdruck und Wassereinlagerungen, Durchfälle und andere Störungen des Dickdarms sowie Allergie auf die Substanz selber. Gelegentlich kommen Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder Sehstörungen vor, welche sofort nach Absetzen der Medikation wieder rückläufig sind. Seltene Nebenwirkungen sind dauerhafte und bleibende Schädigungen an Nieren und Herzen sowie Gefäßen. Diese können in letzter Konsequenz zu Störungen der Nierenfunktion, Minderung der Herzleistung und Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Diese letztgenannte Gruppe der Nebenwirkungen tritt aber nur höchstens bei 3 von 1000 Patienten auf, welche die Medikamente durchgehend mehrere Jahre einnehmen.
 

Wie wirken Antirheumatika und was sind die Unterschiede zwischen ihnen?

Früher wurde aus der Weidenrinde ein schmerzlindernder Tee gekocht. Seit fast 100 Jahren ist der eigentliche Wirkstoff Acetylsalicylsäure isoliert und als Aspirin im Handel. Wegen schlechter Verträglichkeit bei längerer Einnahme in großer Menge wurden Veränderungen an den Molekülen vorgenommen, die dann zu sehr wirksamen Medikamenten führten. Diclofenac, Ibuprofen und Indometacin sind die bekanntesten. Die Wirkung beruht auf der Blockierung eines Enzyms namens Cylo-Oxigenase auf dem Weg zum Prostaglandin. Die Prostaglandine stellen eine große Molekülgruppe im Körper dar, durch die unter anderem Schmerzen und Entzündungen vermittelt werden. Aber auch normale Vorgänge wie die Regulation der Magensäure und die Ausscheidungsfunktion der Niere werden durch spezielle Prostaglandine gesteuert. Somit bestand und besteht die Anforderung an die Medikamentenforschung, Substanzen zu entwickeln, welche nur möglichst spezifisch und selektiv die überschießende Entzündung und den Schmerz blockieren können, aber auf der anderen Seite möglichst nicht die natürlichen Funktionen zu behindern.

Die bisherigen Antirheumatika werden nach ihrem Wirkprinzip COX-1-Hemmer (Cyclo-Oxigenase Typ 1 Hemmer) genannt. Die Weiterentwicklung der Antirheumatika werden im Gegensatz dazu COX-2-Hemmer genannt. Der Unterschied beruht auf der Blockierungsmöglichkeit unterschiedlicher Rezeptoren. Die neuen COX-2-Hemmer blockieren dabei sehr selektiv nur die entzündungs-  und schmerzvermittelnden Stoffwechselwege und „schonen“ die physiologischen Wege.

Diese neuen Medikamente haben das genau gleiche schmerzlindernde Wirkprofil wir die „alten“ Antirheumatika. Der große Vorteil, welcher sich in fast allen bisherigen Untersuchungen gezeigt hat, ist die deutlich verminderte Nebenwirkungsrate im Bereich des Magens und der Speiseröhre. Der große Nachteil, welcher den Einsatz dieser Medikamente bisher stark gebremst hat, war und ist der hohe Preis. So liegen die Tagestherapiekosten verglichen mit Diclofenac allein bis zu 10 mal höher.

Die gesetzlichen Krankenkassen fordern daher den fast vollständigen Verzicht auf diese Therapieverbesserung, ohne den Patienten jedoch im Gegenzug eine Behandlungsalternative bieten zu können. Der Leidtragende ist hierbei wie immer der betroffene Patient, welcher in seinem Schmerz gefangen bleibt.

Müssen Kontrollen beim Einsatz von Antirheumatika und COX-2-Hemmern durchgeführt werden?

Grundsätzlich gibt es bisher noch keine durchgängigen Kontrollempfehlungen. Dies liegt unter anderem an den eher seltenen gravierenden Nebenwirkungen, zum anderen auch daran, daß auch durch viele Kontrollen kein vollständiger Schutz erreicht werden kann.

Bei Magen– oder Speiseröhrenschmerzen können Magenspiegelungen vorgenommen werden, um das Ausmaß der Magenschleimhautentzündung zu sehen. Oft müssen Magensäureblocker wie Omeprazol dazugegeben werden.

Zur Kontrolle, ob eine Beeinflussung des Herzkreislaufsystems vorliegen könnte, sollte regelmäßig, d.h. morgens und abends der Blutdruck kontrolliert werden. Zur Kontrolle, ob eine Wassereinlagerung stattfindet, empfiehlt sich eine tägliche Gewichtskontrolle.

Welche Wahl hat ein Patient, bei dem die Schmerzen einfach da sind und ohne Medikation nicht weggehen?

Die meisten Patienten stehen einer medikamentösen Dauertherapie sehr skeptisch bis ablehnend gegenüber. Die dauerhafte Behandlung einer chronisch entzündlichen Erkrankung mit einem Antirheumatikum bzw. COX-2-Hemmer ist wie die dauerhafte Behandlung mit Schmerzmitteln bei chronisch Schmerzkranken zu sehen. Es handelt sich hier nicht nur um ein Verdecken von unliebsamen Symptomen, sondern ganz im Gegenteil um eine unbedingt erforderliche Maßnahme, um die Aktivität des Krankheitsprozess so niedrig wie möglich zu halten. Nur so kann eine dauerhafte Minderung der Gelenkbeweglichkeit und der Muskelkraft entgegengewirkt werden. Viele Krankheiten und Schmerzzustände des Haltungs– und Bewegungsapparates lassen sich nicht heilen, jedenfalls nicht nach bisherigem Kenntnisstand. Somit bleibt nur eine dauerhafte Behandlung. Wenn diese nicht rechtzeitig und konsequent durchgeführt wird, nimmt der Krankheitsprozess immer weiter zu. Leider lässt sich in der Regel bei Erkrankungen von mehr als einem Gelenk eine Behandlung mit einem Antirheumatikum oder einem COX-2-Hemmer nicht durch andere medikamentöse oder nicht-medikamentöse Behandlung ersetzen. Auch wenn die Symptome dann nach einiger Zeit wieder weniger geworden sein sollten, muß in der Regel die Behandlung fortgesetzt werden, da sonst die Krankheitsaktivität wieder aufbaut.

Die Diskussion um diese Medikamente wird sehr schnell sehr emotionalisiert geführt .Solange keine wesentlichen Nebenwirkungen auftreten, könnten auch preisgünstige Medikamente eingesetzt werden. Aber was ist mit den Patienten, welche Probleme mit Magen, Darm oder Kreislauf bekommen habe? Das Weglassen der Therapie ist jedenfalls dann keine wirksame Behandlung. An dieser Stelle sollen und müssen Studien helfen, die wirkliche Nebenwirkungsrate zu ermitteln und einen Beitrag zur Verbesserung der Therapiemöglichkeiten beizutragen.

Was soll die Studie bewirken?

Der Studienpatient, welcher heute, wenn überhaupt, aus Budgetgründen nichts anderes als billige und somit alte und einfache Medikamente bekommen darf, hat mit seiner Studienteilnahme die Chance, von der Behandlung mit neuen Medikamenten zu profitieren. Da keine Scheinbehandlungen (Placebo) durchgeführt werden, wird die bisherige Behandlung überprüft und ggf. verbessert. Kein Studienpatient wird schlechter behandelt als vorher.

Da im Gegensatz zur normalen Therapie der Sinn der Studienbehandlung aus Sicht des Studienauftraggebers ist, mögliche Nebenwirkungen und Unterschiede in den unterschiedlichen Behandlungen aufzuzeigen, ist die Behandlungsdichte und die Überwachung des Patienten so gut wie sonst niemals. Die Behandlungen sind alle auf längere Zeit angelegt.

Die Behandlung als Studienpatient eröffnet die Möglichkeit, kostenlos an neueste Behandlungen zu gelangen. Die Studien werden in der Regel vom Hersteller des Medikamentes oder Verfahrens in Auftrag gegeben, um die Wirksamkeit, Sicherheit und gute Verträglichkeit des neuen Medikamentes oder Medizinproduktes zu zeigen. Dies wird vor und nach der Marktzulassung durchgeführt.

Der Patient verbleibt hierbei in seiner normalen Behandlung beim Hausarzt und Facharzt, z.B. beim Orthopäden, nur diese eine spezielle Behandlung wird in der Studienpraxis durchgeführt. Hierüber hinaus können natürlich sehr viele krankheitsspezifische Probleme mit besprochen werden. Dadurch wird auch kein Patient einem vorbehandelndem Arzt „weggenommen“. Ihr Studienzentrum steht Ihnen hierbei immer direkt und ohne Verzögerung zur Verfügung.

Info-Telefon der Praxis für klinische Studien: 040-53300637
Dr. med. Antje Dahmen, Fachärztin für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie, Ernährungsmedizin, Dr. med. Georg P. Dahmen, Facharzt für Orthopädie, Praxis für klinische Studien, Tangstedter Landstrasse 79, 22415 Hamburg, Fax 040-53300653,
info@pfks.de, www.praxis-fuer-klinische-studien.de

 
Home
Über Uns
Profil der Studienpraxis
Qualität
Studien
Indikationen
Innere Medizin
Kinder- & Jugendmedizin
Onkologie & Hämatologie
Neurologie & Psychiatrie
Orthopädie
Proktologie
Urologie
Radiologie
Zahnmedizin
Apotheke
So finden Sie uns
Kontakt
Impressum